Intraartikuläre Injektionen

Um Medikamente in einer hohen Dosierung in ein Gelenk einzubringen, werden intraartikuläre Injektionen angewendet. Hierunter versteht man das Punktieren (Einstechen) in ein Gelenk mit einer sterilen Kanüle. Durch diese Kanüle wird ein evtl. vorhandener Gelenkerguß abgesaugt. Danach kann das Medikament in das Gelenk hineingespritzt werden.

 

Häufig injizierte Medikamente sind zum Beispiel Cortison oder Hyaluronsäure.

 

Cortison wird z.B. bei der Rheumatoiden Arthritis oder bei entzündlich aktivierten Arthrosen verwendet.

 

Hyaluronsäure ist ein Bestandteil der normalen Gelenkflüssigkeit (Gelenkschmiere). Dieser Stoff wird inzwischen in Form von sog. Makromolekülen hergestellt. Durch die großen Moleküle ergibt sich eine physikalische Gleit- und Schmiereigenschaft der Hyaluronsäure. 

 

Bei jeder intraartikulären Injektion gibt es ein Infektionsrisiko. Durch Einhalten der von den orthopädischen Fachgesellschaften empfohlenen Prozeduren und durch technisch präzises Arbeiten läßt sich dieses Risiko deutlich minimieren, aber nie ganz ausschalten. Die meisten Infektionen entstehen durch Keime, die sich in der eigenen Haut des Patienten befinden. Immungeschwächte Menschen sind besonders gefährdet.